What does a professional website cost? Realistic prices 2026
Realistische Preisspannen für 2026, die sieben wichtigsten Preistreiber, laufende Kosten — und die Stellen, an denen Sparen teuer wird.
„Was kostet eine Website?" ist die häufigste erste Frage an jede Webagentur — und die ehrliche Antwort lautet: zwischen 0 € und 50.000 €, je nachdem, was Sie brauchen. Das hilft niemandem. Dieser Ratgeber macht die Frage beantwortbar: mit realistischen Preisspannen für 2026, den Faktoren, die den Preis wirklich bestimmen, den laufenden Kosten, die gern verschwiegen werden — und den Stellen, an denen Sparen teuer wird.
Die kurze Antwort: realistische Preisspannen 2026
Marktübliche Preisspannen in Deutschland (Stand 2026), wenn Sie eine Website professionell erstellen lassen:
| Website-Typ | Typischer Umfang | Einmalige Kosten |
|---|---|---|
| Baukasten (selbst gemacht) | Wix, Squarespace, Jimdo — Sie investieren Zeit statt Geld | 0–500 € + viele Abende |
| Starter-Website vom Profi | 5–10 Seiten, individuelles Design, sauberes SEO-Fundament | 1.500–5.000 € |
| Website mit CMS (z. B. WordPress) | Selbst pflegbare Inhalte, Blog, individuelle Gestaltung | 3.000–10.000 € |
| Individuelle Website mit Sonderfunktionen | Buchung, Konfiguratoren, Schnittstellen, Portale | 8.000–25.000 €+ |
| Online-Shop | Produktkatalog, Checkout, Zahlarten, Warenwirtschaft | 5.000–30.000 €+ |
Diese Spannen sind bewusst breit — der tatsächliche Preis hängt von den Faktoren im nächsten Abschnitt ab. Ein seriöses Angebot bekommen Sie nur auf eine konkrete Anforderungsliste, nicht auf die Frage „was kostet eine Website?".
Die sieben Faktoren, die den Preis wirklich bestimmen
- Design: Vorlage oder individuell — ein angepasstes Template ist deutlich günstiger als ein von Grund auf gestaltetes Design. Der Unterschied liegt typisch bei 1.000–4.000 €. Individuelles Design lohnt sich, wenn Ihre Website sich vom Wettbewerb abheben muss.
- Umfang und Struktur — 5 Seiten oder 50? Jede zusätzliche Seitenart (nicht Seite!) mit eigenem Layout kostet Design- und Entwicklungszeit. Zehn Leistungsseiten mit gleichem Aufbau sind billiger als fünf komplett unterschiedliche.
- Inhalte: liefern Sie oder die Agentur? — Texte, Fotos und Übersetzungen sind ein eigener Kostenblock. Professionelle Texte kosten 80–150 € pro Seite, ein Fototermin 500–1.500 €. Wer gute Inhalte selbst liefert, spart vierstellig.
- Funktionen — Kontaktformulare sind Standard. Terminbuchung, Mitgliederbereiche, Mehrsprachigkeit, Rechner oder Konfiguratoren sind es nicht: jede dieser Funktionen kostet je nach Komplexität 500–5.000 €.
- Schnittstellen zu anderen Systemen — Newsletter-Tool, CRM, Warenwirtschaft, Buchungssystem. Eine saubere Anbindung liegt je nach API-Qualität der Gegenseite bei 500–5.000 € pro System.
- SEO-Fundament — saubere Technik (Ladezeit, strukturierte Daten, Meta-Angaben, interne Verlinkung) gehört in jedes seriöse Projekt. Umfangreiche Keyword-Recherche und Content-Strategie sind ein eigenes Budget: ab 1.000 € einmalig oder als laufende Betreuung.
- Barrierefreiheit — seit Juni 2025 ist Barrierefreiheit für viele Websites mit Verbraucherkontakt gesetzliche Pflicht (BFSG). Von Anfang an mitgedacht kostet sie wenig Aufpreis; nachträglich nachgerüstet wird sie teuer. Details dazu in unserem Angebot Barrierefreies Webdesign.
Webdesign-Preise im Vergleich: Baukasten, Freelancer oder Agentur?
Baukasten (selbst) — sinnvoll, wenn das Budget unter 1.000 € liegt und die Website vor allem eine digitale Visitenkarte sein soll. Die realen Kosten sind Ihre Zeit und die Grenzen des Systems: eigenes Design, SEO-Feinheiten und Sonderfunktionen stoßen schnell an Grenzen, ein späterer Umzug ist praktisch immer ein Neuaufbau.
Freelancer — Stundensätze typisch 60–110 €. Gut für klar umrissene Projekte, wenn Sie eine Empfehlung haben und mit Ausfallrisiko (Krankheit, Auslastung, Verfügbarkeit in zwei Jahren) leben können.
Webagentur — Stundensätze typisch 90–160 €. Sie zahlen für ein eingespieltes Team, Vertretung, Prozesse und einen Ansprechpartner, der auch in drei Jahren noch erreichbar ist. Bei Projekten ab ~3.000 € und allem, was wachsen soll, meist die wirtschaftlichere Wahl — gerechnet über die Lebensdauer der Website, nicht über den Angebotspreis.
Wichtiger als die Anbieter-Kategorie ist die Frage, ob der Anbieter versteht, was die Website erwirtschaften soll. Eine Website für 4.000 €, die Anfragen bringt, ist billiger als eine für 1.500 €, die keiner findet.
Die laufenden Kosten: Hosting, Wartung, Pflege
Die einmaligen Erstellungskosten sind nur die halbe Wahrheit. Realistische laufende Kosten:
- Hosting — 10–50 € pro Monat für ein ordentliches Hosting mit SSL, Backups und guter Ladezeit. Bei Shops und Anwendungen mehr.
- Domain — 10–30 € pro Jahr.
- Wartung und Updates — bei CMS-Websites (WordPress & Co.) sicherheitsrelevant und nicht optional: 50–200 € pro Monat je nach Umfang. Ungepatchte Websites sind das häufigste Einfallstor für Angriffe.
- Inhaltspflege — entweder eigene Arbeitszeit oder gebuchte Stunden beim Dienstleister.
- Lizenzkosten — Premium-Plugins, Buchungstools, Newsletter-Dienste: je nach Setup 0–100 € pro Monat.
Als Faustregel: Planen Sie 15–25 % der Erstellungskosten pro Jahr für Betrieb und Pflege ein. Was ein professioneller Betrieb umfasst, zeigt unsere Seite Betrieb, Hosting & Wartung.
Warum die billigste Website oft die teuerste ist
Die 800-€-Website vom Bekannten eines Bekannten ist verlockend — und wird in der Praxis regelmäßig zur teuersten Option. Die typischen versteckten Kosten:
- Unsichtbarkeit — ohne technisches SEO-Fundament (Ladezeit, saubere Struktur, Meta-Angaben) findet Google die Website nicht. Die Website existiert, bringt aber keine einzige Anfrage.
- Template-Lock-in — zusammengeklickte Themes mit 40 Plugins sind nach zwei Jahren nicht mehr wartbar. Der „günstige" Start endet im kompletten Relaunch.
- Rechtliche Nachrüstung — DSGVO-konforme Einbindungen, Cookie-Handling und BFSG-Barrierefreiheit nachträglich einzubauen kostet oft mehr als der ursprüngliche Projektpreis.
- Kein Ansprechpartner — wenn nach 18 Monaten etwas kaputtgeht und niemand mehr erreichbar ist, zahlen Sie einen Neuen fürs Einarbeiten in fremden Code.
Umgekehrt gilt genauso: Nicht jedes Projekt braucht die 20.000-€-Lösung. Ein ehrlicher Anbieter sagt Ihnen auch, wenn die kleinere Variante reicht.
Wo Sie sparen können — und wo besser nicht
An diesen Stellen können Sie den Preis senken, ohne die Substanz zu beschädigen:
- Inhalte selbst liefern — gut vorbereitete Texte und brauchbare Fotos sparen schnell 1.000–3.000 €.
- Klarer Scope statt Wunschliste — eine präzise Liste („diese 7 Seiten, diese 2 Funktionen") macht Angebote vergleichbar und verhindert Puffer-Aufschläge.
- In Stufen starten — erst eine fokussierte Starter-Website, die Anfragen bringt; Ausbau (Blog, weitere Leistungsseiten, Funktionen) folgt, wenn sie sich trägt. Wichtig ist nur, dass die technische Basis erweiterbar angelegt ist.
- Standard nutzen, wo Standard reicht — ein bewährtes CMS wie WordPress mit sauberem, individuellem Theme ist oft der beste Mittelweg aus Kosten und Flexibilität. Mehr dazu: WordPress & CMS-Website.
Woran Sie nicht sparen sollten: technisches Fundament, Ladezeit, Sicherheit und die Erweiterbarkeit des Codes. Das sind genau die Punkte, die beim Billiganbieter fehlen — und die einen späteren Relaunch erzwingen.
Beispielrechnung: Website für einen Handwerksbetrieb
Ein Handwerksbetrieb mit 12 Mitarbeitern möchte über die Website Anfragen für zwei Hauptleistungen gewinnen. Anforderungen: 8 Seiten, individuelles Design auf Basis eines Gestaltungsrasters, Kontakt- und Rückruf-Formular, Referenzgalerie, technisches SEO-Fundament, DSGVO-konform, barrierearm.
- Konzept und Design: 1.200–2.000 €
- Umsetzung inkl. CMS und Formularen: 1.800–3.000 €
- SEO-Grundeinrichtung (Meta, strukturierte Daten, Google Business Profile): 400–800 €
- Texte (Kunde liefert Rohfassung, Agentur schärft): 300–600 €
Gesamt: rund 3.700–6.400 € einmalig, plus 60–120 € pro Monat für Hosting und Wartung. Bringt die Website auch nur eine zusätzliche Anfrage pro Monat, die zum Auftrag wird, hat sie sich im ersten Jahr bezahlt gemacht — das ist die Rechnung, die zählt.
Fazit: Erst Ziel und Umfang klären, dann Angebote vergleichen
Die Frage „was kostet eine Website?" beantwortet sich in drei Schritten: klären, was die Website erreichen soll (Anfragen? Sichtbarkeit? Verkauf?), daraus den tatsächlich nötigen Umfang ableiten — und erst dann Angebote einholen, alle auf derselben Anforderungs-Grundlage. So vergleichen Sie Preise statt Vermutungen.
Wenn Sie wissen möchten, wo Ihr Vorhaben in diesen Spannen liegt: Wir sagen Ihnen im kostenlosen Erstgespräch ehrlich, welche Variante zu Ihrem Ziel passt — auch dann, wenn die Antwort „die kleine" lautet. Sie bekommen ein Festpreis-Angebot mit klarem Leistungsumfang statt einer Stundensatz-Wundertüte.
Our Solutions in Detail
Steffen Fasselt
Projektleiter
Im kostenlosen Erstgespräch klären wir Ziel und Umfang — Sie bekommen ein Festpreis-Angebot mit klarem Leistungsumfang. Ehrlich auch dann, wenn die kleine Variante reicht.